Internationaler Tag der Stimme: Was Ihre Stimme alles kann

stuartmiles - InternationalerTag der Stimme

Internationaler Tag der Stimme wird 18

Der „Internationale Tag der Stimme“ wird am 16. 4. 2017 volljährig

Den „Internationalen Tag der Stimme“ gibt es seit 1999, immer am 16. April.
Er wurde begründet von amerikanischen Ärzten und Stimmtherapeuten, um auf die Bedeutung der menschlichen Stimme aufmerksam zu machen. Das Phänomen Stimme und ihre zentrale Rolle im Alltag sollten hervorgehoben und die Fähigkeiten der Stimme sollten gebührend gefeiert werden.

In der Tat hat sich das Bewusstsein für die Stimme in den letzten Jahrzehnten sehr verändert. Viele spannende Publikationen zum Thema Stimme sind erschienen, mehr und mehr Angebote für Seminare und Coachings kamen auf den Markt. Man könnte fast sagen, ein „Stimmboom“ setzte ein.

Und das mit Recht. Denn rund 30 % aller beruflichen Tätigkeiten in den Industrienationen fallen in den Bereich der sogenannten Sprechberufe. In ca. 60 Prozent aller Jobbeschreibungen wird die Notwendigkeit kommunikativer Fähigkeiten betont. Im wahrsten Sinne des Wortes weiß also eigentlich jeder wovon hier die Rede ist.

Natürlich spielt die Stimme auch für die Kommunikation im privaten Bereich eine ebenso wichtige Rolle.

Was kann die Stimme alles?

ich möchte drei wichtige Aspekte hervorheben:

Stimme übermittelt Informationen

Über den Klang der Stimme nehmen wir eine Vielfalt an Informationen auf, die uns zum Teil unbewusst bleiben. Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Sie stehen mit dem Rücken zu jemanden, der sagt: „Die Türe steht offen.“ Zunächst ist dies eine neutrale Information. Nur über den Klang der Stimme können Sie diese Information einordnen. Ist es eine Aufforderung, die Türe zu schließen? Schwingt Ärger mit darüber, dass Sie die Tür nicht geschlossen haben, wo Sie doch wissen sollten, dass Ihr Kollege empfindlich auf Zugluft reagiert? Will Ihr Kollege, der gerade von einem Gespräch mit Ihren Vorgesetzten kommt, Ihnen hocherfreut mitteilen, dass Ihr gemeinsames Projekt genehmigt wurde?

Stimme erzeugt Stimmung

Durch die Stimme können Sie Stimmungen entstehen lassen und beeinflussen. Denken Sie beispielsweise an amerikanische Wahlkampfredner, die durch Steigerung von Lautstärke und Tonhöhe ihr Publikum zu Jubelstürmen aufzupeitschen – oder auch abzuschrecken – verstehen. Ärzte und Therapeuten geben ihrer Stimme einen anderen Klang als etwa ein Bauleiter, weil über die Stimme unterschiedliche Wirkung erzielt werden soll: Vertrauen schaffen und beruhigen einerseits, klare Arbeitsanweisungen erteilen andererseits. Eine gereizte Stimme wird meist eine gereizte Stimmung entstehen lassen, eine monotone Stimme lässt die Zuhörer schläfrig und unaufmerksam werden, und durch Optimismus in Ihrer Stimme werden Sie eine positive Grundstimmung schaffen.

Stimme beeinflusst die Befindlichkeit des Sprechenden

Sehr spannend ist, dass Sie durch den Klang Ihrer Stimme nicht nur auf Ihre Zuhörer einwirken, sondern auch Ihre eigene Gestimmtheit beeinflussen können. Dazu braucht es nicht viel. Mit ein bisschen Training und Knowhow können Sie durch die Schwingungen Ihrer Stimme fein abgestimmt Ihre Befindlichkeit „regeln“. Sie können sich selbst beruhigen, eventuellen Ärger herunterfahren. Sie können Ihr Energieniveau anheben. Sie fühlen sich frischer und sind leistungsfähiger. Und leistungsfreudiger. Nicht umsonst sagt man: „Singen macht glücklich.“ Viele Untersuchungen belegen diese Wirkung. Was für das Singen gilt, gilt auch für das Sprechen: wenn Sie Ihre Sprechstimme optimal einsetzen hat das einen ganz ähnlichen Effekt.

Haben Sie Lust bekommen auf Ihre eigene Stimme? Im Folgenden finden Sie eine einfache Übung, mit der Sie Ihre Sprechstimme mehr zum Klingen bringen. Wenn Sie sich ein Stimmcoaching gönnen wollen: Zum „Internationalen Tag der Stimme“ biete ich

20% Preisnachlass auf Einzeltrainings und Seminare.

Dieses Angebot gilt ab sofort bis zum 25.4.2017. Hier können Sie sich anmelden.

Internationaler Tag der Stimme: Die Übung

Suchen Sie kurze Sätze wie „Das Essen schmeckt gut.“ „Guten Morgen, Kollegin.“ „Ich habe hierzu einen sehr interessanten Vorschlag.“ Finden Sie die Sätze, die Sie in Ihrem Alltag häufig sagen, eventuell Sätze, die Ihnen wichtig, weil Sie sie oft nutzen, um Kontakt herzustellen.

Es kann sehr hilfreich sein, diese Sätze aufzuschreiben.

Nun gilt es, sich alle Vokale bewusst zu machen, die in diesen Sätzen vorkommen. Wenn Sie die Sätze notiert haben, können Sie die Vokale auch entsprechend markieren.

  • Und jetzt sprechen Sie einen Satz: ohne Anstrengung, laut und klar.
  • Sprechen Sie diesen Satz nun noch einmal und dehnen Sie dabei alle Vokale. Können Sie den Unterschied hören? Oder fühlen?

Dadurch, dass Sie die Vokale länger klingen lassen, geben Sie Ihrer Stimme mehr Raum. Sie wird tragfähiger und voller klingen.

Viel Freude an Ihrer Stimme!

Ihre Madeleine Streiber

Foto: (c) stuartmiles / depositphotos