Stimmiger Start ins neue Jahr

Der Jahreswechsel ist ein hervorragender Zeitpunkt, um Altes abzuschließen und uns für Neues zu öffnen. Oft fühlen wir in dieser Zeit ein klares Bedürfnis, Dinge oder Verhaltensweisen zu ändern. Und doch gelingt es uns oft nicht, das, was wir uns vornehmen, auch umzusetzen.

Die Gründe hierfür sind sicherlich sehr vielfältig. Ein paar Ideen, die ich dazu habe, möchte ich gerne mit Ihnen teilen:

Zugkraft entwickeln die Vorhaben, die mit positiven Gefühlen verbunden sind

Zwingen Sie sich also zu nichts, was Sie nicht wirklich wollen. Stellen Sie sich die positive Wirkung Ihres Vorhabens möglichst bildlich vor. Wie werden Sie sich fühlen, wenn Sie Ihr Vorhaben umgesetzt haben? Was wird dann möglich sein? Seien Sie dabei sehr „körperlich“:

  • Wie verändert sich Ihr Atem, wenn Sie sich vorstellen, Ihre Pläne Wirklichkeit werden zu lassen?
  • Was geschieht mit Ihrer Körperhaltung? Genießen Sie die positiven Empfindungen!

Kleine Schritte

Oft scheitern wir in der Umsetzung von Neuem, weil wir uns zu viel auf einmal vorgenommen haben. Haben Sie deshalb Mut zu kleinen Schritten. Weniger ist wirklich meist mehr. Erfolgreich ist, wer den Mut hat, „zurück zu rudern“, wenn er oder sie erkannt hat, dass das Vorhaben etwas überschwänglich war und so, zumindest im Moment, nicht umsetzbar ist.

Wenn Sie Ihrer Stimme Gutes tun wollen im neuen Jahr

könnten Sie beispielsweise damit beginnen, jeden Tag ein wenig zu summen oder zu singen, sei es unter der Dusche, im Auto, im Wald – wo auch immer Sie sich wohl fühlen. Genießen Sie den Klang Ihrer Stimme und entdecken Sie dabei auch die Zwischentöne, die vermeintlichen „Misstöne“. Auch Töne, die zunächst nicht unserem Klangideal entsprechen, können sehr spannend sein! Sie erweitern so mit Leichtigkeit Ihre stimmlichen Möglichkeiten.

Ein nächster Schritt:

Bleiben Sie, während Sie summen oder tönen, in Kontakt mit Ihrem Atem. Legen Sie die Hand auf den Bauch und nehmen Sie wahr, wie der Atem sich immer wieder wie von selbst erneuert, wenn Sie im Bauch entspannen.

Ein dritter Schritt:

In einem dritten Schritt können Sie erforschen, wie der Klang Ihrer Stimme sich verändert, wenn Sie Ihre Haltung und Ihre Körperspannung verändern.

Lassen Sie sich leiten von dem, was sich gut anfühlt. Viel Erfolg und viel Spaß!

Die Wirkung Ihrer Stimme

Was kann Ihre Stimme alles?

Heute möchte ich drei wichtige Aspekte hervorheben:

Stimme übermittelt Informationen

Über den Klang der Stimme nehmen wir eine Vielfalt an Informationen auf, die uns zum Teil unbewusst bleiben. Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Sie stehen mit dem Rücken zu jemanden, der sagt: „Die Türe steht offen.“ Zunächst ist dies eine neutrale Information. Nur über den Klang der Stimme können Sie diese Information einordnen. Ist es eine Aufforderung, die Türe zu schließen? Schwingt Ärger mit darüber, dass Sie die Tür nicht geschlossen haben, wo Sie doch wissen sollten, dass Ihr Kollege empfindlich auf Zugluft reagiert? Will Ihr Kollege, der gerade von einem Gespräch mit Ihren Vorgesetzten kommt, Ihnen hocherfreut mitteilen, dass Ihr gemeinsames Projekt genehmigt wurde?

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Was tun, wenn eine Erkältung naht?

Viele Menschen sind derzeit erkältet. Sie auch? Die folgenden Übungen wirken fantastisch als Vorbeugung gegen Erkältungen und unterstützen die Heilung, wenn es Sie doch erwischt hat:

Nasenatmung

Setzen Sie sich bequem und aufrecht auf einen Sessel oder Stuhl. Nehmen Sie einige Atemzüge lang wahr, wie die Luft durch Ihre Nase einströmt. Fühlt die Luft sich leicht kühl an? Weitet sich Ihre Nase, um die Luft aufnehmen zu können? Können Sie eventuell erahnen, wie die Luft sich nach innen ausbreitet, durch verschiedene Nasengänge fließt und dann hinabströmt in Ihr Atemzentrum?

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Atemübung - das Schwingen

Atemübung: das Schwingen

Das GEO-Magazin widmet sich in diesem Monat mit seiner Titelgeschichte dem Thema Atmen. Dort wird auch das Schwingen beschrieben.

Das Schwingen befreit den Atem

Die GEO-Autoren haben sich auf die Reise gemacht und verschiedene „Schulen“, die sich mit dem Thema Atem beschäftigen, besucht. Darunter ist auch die „Schule Schlaffhorst-Andersen für Atmung und Stimme“, an der „Staatlich geprüfte Atem-, Sprech- und Stimmlehrer“ ausgebildet werden. Auch ich habe diese Ausbildung – im wahrsten Sinne des Wortes – genossen.

In dem GEO-Artikel wird das Schwingen beschrieben, einer der „5 Regenerationswege“ nach Schlaffhorst-Andersen. Vereinfacht gesagt, ist das Schwingen eine Art Pendelbewegung um einen Fixpunkt. Es hat eine rhythmisierende, vertiefende, stärkende Wirkung auf den Atem – und damit auf die Stimme. Im Schwingen findet der Organismus zurück zu seinen natürlichen Prozessen. Verspannungen, Fehlhaltungen und Blockaden lösen sich auf.

Es gibt sehr viele Variationen des Schwingens, allein, zu zweit und in der Gruppe. Heute stelle ich eine Übung vor, die Sie auch gut alleine, ohne einen Partner, machen können:

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